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URAK hat sich konstituiert


20. Mai 2025

Die Unabhängige Regionale Aufarbeitungskommission (URAK) im Verbund Sachsen ist seit April mit sieben Personen vollzählig und hat sich am 20. Mai 2025 in Dresden konstituiert. Die Kommissionsmitglieder arbeiten im Ehrenamt und unabhängig gegenüber Kirche und Diakonie.

Die Kommissionsmitglieder sind Prof. Dr. Heide Glaesmer, Psychologin und Traumaforscherin, Dr. Verena Böll, Historikerin- und Religionswissenschaftlerin, Prof. Dr. Frank Asbrock, Sozialpsychologe – diese drei wurden vom Freistaat Sachsen nominiert – sowie Karl-Matthias Uhlig und Frank Hadlich-Theml, die von der URAK-Betroffenenvertretung gewählt wurden. Von der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen und der Diakonie Sachsen sind Antonia Elke, Juristin und Dietrich Bauer, Theologe nominiert worden.

Die Kommission trifft sich regelmäßig in Präsenz oder digital. Die URAK hat die Aufgabe, unabhängig, professionell und umfassend Ursachen, Ausmaß, Folgen sexueller Gewalt zu untersuchen und deren Ergebnisse zu veröffentlichen. Mitglieder aus Wissenschaft und Fachpraxis sowie die Beteiligung Betroffener sollen die Unabhängigkeit der Aufarbeitung gewährleisten. Aufarbeitung ermöglicht ein besseres Verständnis für Bedingungen, die sexualisierte Gewalt begünstigen. Sie ist eine wichtige Voraussetzung einer wirksamen Präventionsarbeit in Kirche und Gesellschaft.

Die sieben Mitglieder der Unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommission (URAK) beim Fototermin vor weißem Hintergrund
Die Mitglieder der Unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommission. © URAK/ Mandy Weigel (1)/ Steffen Giersch